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Wesentliches Ziel und verfassungsrechtlicher Auftrag des Sozialstaats ist es, soziale Gerechtigkeit zu schaffen und Teilhabe zu ermöglichen. Mit den Mitteln der Sozialpolitik sollen Chancenungleichheiten ausgeglichen, das Abgleiten in wirtschaftliche Abhängigkeit vermieden, eine menschenwürdige Existenz und die soziale Teilhabe gesichert werden. Bildungserfolg und Teilhabe sind dabei zu weiten Teilen stark vom Elternhaus vorbestimmt.

Das Bundesverfassungsgericht hat ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben als Teil des Existenzminimums definiert. Die Antwort der Sozialpolitik zur Verbesserung der Bildungsteilhabe lag im sog. Bildungs- und Teilhabepaket, was trotz einiger Anpassungen weiter auf heftige Kritik stößt. Unter dem „Brennglas Corona“ haben sich die Ungleichheiten weiter verstärkt: Kinder und Jugendliche aus armen und bildungsfernen Elternhäusern gelten als Verlierer der Krise. Zur Gewährleistung von Teilhabe braucht es nicht nur eine gute Schulbildung, sondern konsistente Unterstützungsstrukturen. Hier sind Sozial- und Bildungspolitik gemeinsam gefordert, was oftmals am komplexen System von Zuständigkeiten, Finanzierungsstrukturen und unterschiedlichen Systemlogiken scheitert. Im Rahmen des Symposiums sollen Handlungsbedarfe und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgegriffen sowie diskutiert werden, wie das Zusammenwirken von Sozial- und Bildungspolitik ausgestaltet sein muss.

Impulsvortrag:

Referentinnen und Referenten:

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