Grußwort von Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der Deutsche Fürsorgetag ist alle drei Jahre ein Meilenstein für all diejenigen, die sich um andere kümmern – für den Zusammenhalt in Deutschland, für ein respektvolles Miteinander, für ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt, für solidarische Antworten auf neue gesellschaftliche Entwicklungen. Fürsorge spielt sich zunächst in Beziehungen zwischen Menschen ab, in der Partnerschaft, in der Familie, im Ehrenamt. Menschen wissen, was gut für sie ist und treten nach Kräften selbständig und aktiv dafür ein. Gleichzeitig geht es nur mit Profis: Fast ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland – über 5 Millionen Menschen – arbeiten in sozialen Berufen. Wer sich um andere Menschen kümmert, ob in der Familie, im ehrenamtlichen Engagement oder im Beruf, hat Anerkennung verdient.

 

Anerkennung allein, reicht aber nicht aus. Ob Eltern im Spagat zwischen Familie und Beruf, pflegende Angehörige, Erzieherinnen und Erzieher oder Pflegekräfte: Wer sich um andere kümmert, braucht und erwartet konkrete Unterstützung und eine bessere Bezahlung. Dazu gehört, dass wir uns weiter dafür einsetzen Auszubildende in einem sozialen Beruf kein Schulgeld zahlen müssen, sondern von Anfang an eine anständige Vergütung bekommen. Das ist ein zentrales Anliegen für mich als Ministerin, denn wir kümmern uns um die Kümmerer.

 

Wenn diejenigen, die sich kümmern, die nötige Unterstützung bekommen, haben auch die Menschen etwas davon, die Schutz und Hilfe besonders brauchen – vor allem am Anfang und am Ende des Lebens. Dann hält unser Land besser zusammen und wir sind besser gerüstet für die Aufgaben der Zukunft. Ich will meinen Teil dazu beitragen und setze auf die Zusammenarbeit mit den Erbringern sozialer Dienstleistungen: Gemeinsam machen wir Deutschland spürbar stärker. Als Schirmherrin des 81. Deutschen Fürsorgetages wünsche ich Ihnen gute Tage in Stuttgart und viele interessante Anregungen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Franziska Giffey

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend